Opti Pfingstfestival 2026

 Zehn Pokale für den BYC

Am Pfingstwochenende, dem 23. und 24. Mai, war der BYC beim Opti Pfingstfestival von PYC und VSAW dabei: zwei getrennt durchgeführte Regatten für Opti-A und Opti-B auf dem heimischen Wannsee, mit gemeinsamer Organisation und Siegerehrung. 12 Seglerinnen und Segler vom BYC gingen an den Start — sieben in der Opti-A-Flotte (64 gestartete Boote), fünf in der Opti-B-Flotte (42 Boote).

In der Opti B gab es einen BYC-Doppelschlag ganz vorne: Jonas Müller gewann die Flotte (Platz 1), dahinter Nathan Makrutzki auf Platz 2 und Ludwig Zach auf Platz 7.

In der Opti A liefen die besten BYC-Ergebnisse über Mika Mie Behrendt (Platz 4), Clara Zach (5) und Aaron Lange (9).

Alle Ergebnisse gibt es hier: Opti A · Opti B.


Wenn die BYC-Kinder dieses Wochenende in ein Wort packen müssten, wäre es vermutlich: Wind. Genauer — am Samstag zu wenig, am Sonntag umso mehr. Der Pfingstsamstag fiel komplett aus, der Wind blieb weg, keine einzige Wettfahrt. Am Sonntag drängten sich dann alle Rennen in einen Tag — und der Wannsee zeigte, wofür er bekannt ist: drehende, böige Winde, die aus jedem Start eine Rechenaufgabe machten.

Opti-B: Windfelder lesen und dem Loch entkommen

Die Opti-B segelte weiter südlich auf dem Wannsee. Wer dort vorn mitfahren wollte, musste den Wind lesen. „Konzentration, immer auf den Verklicker gucken und auf dem Wasser nach den dunklen Windfeldern Ausschau halten“ — so beschreibt Ludwig das Rezept des Tages. Wer die dunklen Stellen früh sieht, ist in der nächsten Böe, bevor sie wieder weg ist.

Kräftiger Wind half, im Leichten war Disziplin gefragt: stillsitzen, das Boot ruhig halten, vor allem im letzten Rennen. Dazwischen lagen lange Flauten — einmal trieb die ganze Flotte über eine Stunde auf dem Wasser, die Kinder warteten auf den Trainerbooten, aßen etwas, ließen sich treiben. Entschieden wurde oft genau in solchen Momenten: Wer rechtzeitig aus einem Windloch herauskam, bevor es sich schloss, war vorn; der Rest „verhungerte“ darin. An der Spitze gelang das Jonas Müller und Nathan Makrutzki — sie segelten auf die Plätze eins und zwei der ganzen Opti-B-Flotte.

Opti-A: was vor dem Start schiefging

Die Opti-A segelte auf der Großen Breite, zwischen Schwanenwerder und Lindwerder. Dort kostete der drehende Wind schon vor dem ersten Kreuzschlag Nerven: Weil die Startlinie ständig an den drehenden Wind angepasst werden musste, fanden sich immer wieder Boote zu früh über der Linie wieder — und kassierten Frühstart-Disqualifikationen, die mehrere eigentlich sehr starke Segler trafen.¹ Besonders bitter: Bei nur drei Wettfahrten gab es keinen Streicher, eine einzige Disqualifikation zählte also das ganze Wochenende.

Auch auf der Bahn blieb es vertrackt. Der Wind drehte in Minuten um bis zu 90 Grad; manchmal war der Amwindkurs auf einmal gar keiner mehr, und um die nächste Tonne zu runden, brauchte es zusätzliche Wenden. Clara bringt den Tag auf den Punkt: „Manchmal hatte man einfach Pech. Du konntest super segeln, aber bei diesen extremen Drehern hat es dich auf der Kreuz plötzlich komplett zerrissen.“

Zehn Pokale

Am Ende des Tages stand der BYC glänzend da. Bei der gemeinsamen Siegerehrung sammelte das Team zehn Pokale ein: In der Opti A fuhren fünf der sieben BYC-Kinder unter die besten 15, in der Opti B landeten alle BYC-Segler:innen unter den besten 25 — angeführt vom Klassensieg von Jonas in der gesamten Opti-B-Flotte.

Zehn Pokale von einem einzigen Renntag — und das auf einem Wannsee, der den Kindern mit Flaute am Morgen und Drehern am Nachmittag wirklich alles abverlangt hat. Nächstes Mal gern wieder.


¹ Startlinie und Frühstart — kurz erklärt. Gestartet wird immer gegen den Wind, deshalb liegt die Startlinie quer zur Windrichtung. Dreht der Wind, zieht die Wettfahrtleitung ein Ende der Linie — meist das linke, das „Pin-End“ — ein Stück nach, damit der Startwinkel fair bleibt; erlaubt ist das bis fünf Minuten vor dem Start. Wer sich dort schon aufgebaut hat, kann durch die Verschiebung über der Linie liegen, ohne es zu merken — und gilt beim Start als Frühstarter, was zur Disqualifikation führt.