Nachlese der FD EURO am Balaton

Bericht vom Team

Dieses Jahr haben wir mit 5 Teilnehmern (Rekord) aus dem BYC an der FD Euro in Balatonföldvar am Plattensee teilgenommen. Das Team Markus und Joshua von Lepel wurde durch das Newcomer Team Nikolas und Valentin Warminski ergänzt und mit Moritz Reumschüssel komplementiert, der mit Max Jambor von der TSG segelte.

9 – 62 – 17

Die Anreise von 11 Stunden erfolgte jeweils individuell am Samstag, für Sonntag, den 15.09. stand dann die üblicherweise aufwändige Vermessung an. Die Rennen waren von Montag – Freitag geplant, insgesamt 9 Stück inkl. Streicher und ein international stark besetztes Feld von 62 Booten aus 17 Nationen erwarteten uns.

Lokals auf Distanz

Nach einer feierlichen Eröffnung am Sonntagabend ging es dann am Montag mit spätsommerlichem Wetter und leichten Winden mit 2 Wettfahrten los. Joshua und ich konnten dabei im 2. Rennen sogar einen Tagessieg landen und hielten den 13-fachen Weltmeister und Lokalmatador  Majthényi/ Domokos aus Ungarn und ex Olympiasieger Bojsen-Moller/ Bojsen-Moller aus Dänemark auf Distanz.

Nach einem Flautentag ging es dann am Mittwoch unter ganz anderen Bedingungen weiter, satte 5-6 Bft. erwarteten uns am Morgen und der Wind hatte auf Nord gedreht, was trotz des starken Windes immernoch Winddreher von bis zu 20- 25 Grad bedeutete. Gerade im ersten Rennen des Tages waren viele Kenterungen zu verzeichnen, was aufgrund der geringen Wassertiefe von 4m leider auch 11 Mastbrüche bedeutete. Im Laufe des Tages nahm der Wind dann immer weiter ab, insgesamt konnten drei Rennen gesegelt werden, die die BYC Teilnehmer alle schadlos ohne Kenterung überstanden.

Nach 5 Rennen fanden sich Josua und ich auf dem 6. Gesamtplatz wieder. Nikolas und Valentin machten als FD Anfänger ihre Sache immer besser, hatten sie doch noch nie bei ähnlich starkem Wind zuvor den FD gesegelt. Moritz kam mit seinem Steuermann nach langer Segelpause auch immer besser in die Rennserie hinein.

Dreher bei NO

Am nächsten Tag standen wieder 3 Rennen bei 3-5 Bft. an, wobei es bei dem Nordwind wieder unheimlich stark drehte. Die Strategie stellte sich als sehr schwierig heraus, ging es doch eigentlich nur extrem über die Seiten und schnell fand man sich auf der falschen Kreuzseite wieder.

Moritz konnte das erste Tagesrennen lange anführen musste dann aber einem bösen Dreher Tribut zollen und wurde noch guter 8. Am Freitag wurde dann bei wieder leichten Bedingungen  noch das 9. Rennen gesegelt, was aber in der Gesamtliste zu keinen großen Veränderungen mehr führte.

Top 10!

Joshua und ich konnten uns mit einer stabilen Serie erstmals bei einer WM/ EM unter die Top 10 platzieren und wurden mit den Ergebnissen 16, 1, 7, 7, 17, (21), (34), 12, 13 insgesamt 8. Moritz und sein Steuermann wurden am Ende klasse 20. in diesem starken Feld und die Warminski Brüder wurden insgesamt 39., zeigten aber in der einen oder anderen Wettfahrt was in ihnen steckt und deutlich Potenzial nach oben.

Mit einer feierlichen Siegerehrung ging diese tolle Veranstaltung dann am Freitagnachmittag zu Ende und am Samstagabend kamen wir alle wieder wohlbehalten in Berlin an. Am Ende bleibt nur Dank zu sagen an den Veranstalter Spartacus Sailing Club für eine an Land und auf dem Wasser sehr professionell durchgeführte und stimmungsvolle Europameisterschaft.

Ergebnis

Fotos

Markus von Lepel

FD GER-17

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