Viel Wind, ordentlich Welle
Acht BYC-Optis, 274 Boote und anspruchsvolle Bedingungen: Vom 17. bis 20. September gingen acht Seglerinnen und Segler des Berliner Yacht-Clubs bei den Polish Open (Baltic Cup) in Dziwnów an den Start. Vier schafften den Sprung ins Gold-Finale der besten 66. Leo belegte Platz 17, Clara wurde 47., Mika 54. und Hannah landete auf Platz 62. Alle Ergebnisse gibt es hier.
Mika erzählt von hohen Wellen, hohen Erwartungen und einem starken Team an Land:
Ostsee zum Wachwerden
Gleich beim ersten Training hat mir die Ostsee gezeigt, was sie draufhat: Ich bin direkt am Anfang gekentert. Es waren, glaube ich, 15 bis 20 Knoten Wind, und die Welle fand ich ziemlich krass. „Das ist hier noch gar nichts“, hieß es dann. Für mich war sie jedenfalls deutlich höher als bei der IDJM in Kiel – und nach den Regatten auf dem See erst mal eine echte Umstellung.
Mit dem Kader und unserem Trainer Jan waren wir nach Dziwnów gereist. Zusammen mit Carsten und dem BYC-Team wohnten wir im selben Hotel. Gemeinsam frühstücken, Frühsport machen und dann aufs Wasser: So sah unser Tagesprogramm aus. Am Freitag mussten wir besonders früh zum Club. Gut, dass der Hotelbesitzer das Frühstück von 8:30 auf 8 Uhr vorgezogen hat. Der Frühsport fiel dafür aus – zum Glück!
Kopf frei, Kurs Gold-Fleet
In der Qualifikation lief es zunächst nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Nach meiner starken Deutschen Meisterschaft wollte ich unbedingt genauso gut weitersegeln. Damit habe ich mir selbst ziemlich viel Druck gemacht und war am ersten Tag nicht zufrieden – obwohl ich in einem Rennen meiner Gruppe Siebte wurde.
Am Samstag lief es besser. Trotzdem war die Anspannung da: Ich wollte unbedingt in die Gold-Fleet! Zum Glück konnte ich mich nach vorne kämpfen und habe es geschafft. Am Sonntag legte ich im Gold-Finale noch einmal zu: Nach Platz 48 im ersten Rennen wurde es im zweiten Platz 37. Am Ende stand für mich Platz 54 in der Gesamtwertung.
Starkes Team – auf dem Wasser und an Land
Ein großes Dankeschön an Jan und Carsten für die Unterstützung, an unser Hotel für das richtig gute Frühstück und an meine Freunde aus dem Team, mit denen das lange Wochenende viel Spaß gemacht hat. Und natürlich an meine Eltern – ohne euch wäre das alles nicht möglich!
Als Nächstes geht es voraussichtlich zum Halloween Cup an den Gardasee. Darauf freue ich mich besonders: tolle Kulisse, richtig guter Wind und jede Menge Training.
Ich kann es kaum erwarten!
