DIXI 5 auf Titelkurs – Deutscher Inshore-Meister 2026
Leichtwind, spannende Duelle und jede Menge Teamgeist – die Kieler Woche mit der IDM Seesegeln hatte für uns alles zu bieten.
Los ging es am 20. Juni mit der traditionsreichen Aalregatta von Düsternbrook nach Eckernförde. Auch wenn der Wind eher sparsam unterwegs war, fanden wir schnell unseren Rhythmus und segelten ein starkes erstes Rennen. Der obligatorische Aal im Ziel durfte natürlich nicht fehlen.
Der Sonntag begann mit einem Vorwindstart bei gerade einmal fünf Knoten Wind. Zum Glück legte der Wind im Tagesverlauf etwas zu und wir belohnten uns auf dem Stollergrund mit Platz zwei. Im anschließenden Up-and-Down-Rennen lief es dagegen nicht nach Plan – Rang sechs zeigte uns, dass bei einer Meisterschaft jeder Fehler sofort bestraft wird.
Für Gesprächsstoff sorgte anschließend die Waage: Die Crews von Al Capone und Sons of Hurricane mussten nach dem Rennen zum Crew-Wiegen antreten und lagen deutlich über ihrem gemeldeten Gewicht. Selbst spontane Joggingrunden in Regenzeug bei 30 Grad halfen nicht mehr – am Ende gab es Punktestrafen.
Am Montag wurde es für uns besonders spannend: Zum ersten Mal war Olympiasieger Jesper Radich als Taktiker an Bord der DIXI 5. Die Zusammenarbeit funktionierte vom ersten Schlag an hervorragend. Mit den Platzierungen 4, 2 und 2 segelten wir uns weiter an die Spitze des Feldes. Auch wir wurden an diesem Abend zum Crew-Wiegen gebeten – allerdings mit einem deutlich erfreulicheren Ergebnis: unter dem gemeldeten Gewicht. So konnten wir das traditionelle Lachsdinner ganz entspannt genießen.
Vor dem letzten Wettkampftag lag Al Capone nach einer beeindruckenden Serie von Tagessiegen knapp vor uns. Klar war: Die Entscheidung um den Meistertitel würde erst am Dienstag fallen.
Die Leichtwindprognose führte bereits am Vorabend zu einer Planänderung: Startvorverlegung auf 8:30 Uhr. Für uns bedeutete das Weckerklingeln um 5:30 Uhr und Leinen los um 7 Uhr. Früh, aber es sollte sich lohnen.
Bei den erwarteten leichten Bedingungen lieferten wir uns spannende Zweikämpfe mit der deutlich größeren Al Capone. Mit viel Konzentration, sauberer Teamarbeit und einer Prise Matchrace-Taktik konnten wir uns die Platzierungen 1, 4 und 2 sichern.
Das Ergebnis: Deutscher Inshore-Meister!
Ein riesiges Dankeschön an unsere Crew, an Jesper für den starken Einstand und an alle, die diese Meisterschaft zu einem besonderen Erlebnis gemacht haben.
Kieler Woche – wir kommen gerne wieder!




