Jugendsegeltörn Portugal | Tagebuch Teil 3 (04.07. – 20.07.2018)

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Samstag, der 14.07.2018

Am Samstag haben wir uns für einen Landtag in Figuera da Foz entschieden, denn der Wind ließ zu wünschen übrig. Wir sind um 9 Uhr aufgestanden und haben alle zusammen gefrühstückt. Im Anschluss sind wir in die Stadt gegangen. Sie besteht aus einem sehr breiten Strand, einer Altstadt und dem Wohnviertel mit vielen Hotels und Ferienwohnungen. Wir haben uns die Altstadt und den Strand angeschaut. Zur Mittagszeit haben wir uns in einem Restaurant getroffen und für einen guten Preis gegessen. Anschließend haben wir einen Supermarkt aufgesucht, da unsere Vorräte schon fast aufgebraucht waren. Gloria hat ein Chicken-Reis-Curry gekocht, welches uns allen mundete. Am Abend haben wir die Altstadt erneut aufgesucht und freundliche Portugiesen kennengelernt, mit denen wir uns noch eine Weile unterhalten haben. Wir hatten alle zusammen einen unvergesslichen Abend und bekamen einen Einblick in die moderne portugiesische Musikkultur.

Niko


Sonntag, der 15.07.2018

Wir haben den Tag heute wieder an Land verbracht. Da wir am vorherigen Tag lange unterwegs waren, sind wir am Sonntag sehr spät aufgestanden. Um 14:00 Uhr haben wir ungefähr gefrühstückt und danach haben wir gemeinsam das lokale public viewing aufgesucht, um in einem Park am Hafen das WM Finale Frankreich gegen Kroatien zu sehen. Die meisten Portugiesen waren für Frankreich, außerdem wurden die Franzosen lautstark von einer französischen Schulklasse angefeuert. Dementsprechend war auch die Stimmung sehr gut, nachdem Frankreich das Spiel für sich entscheiden konnte. Nach dem Spiel sind wir an den Strand gegangen und haben dort Volleyball gespielt und uns gesonnt. Später am Abend sind wir dann zurück zum Boot gelaufen und haben gekocht.

Tamy


Montag, der 16.07.2018

Beim ursprünglich für 09.00 Uhr angedachten Frühstück waren leider nur Erhard uns Viktor anwesend. Zu zweit wurde abgelegt und durch den Seegang wurde dann auch die übrige Crew gegen 11:00 Uhr geweckt. Mit einem raumschot Kurs ging es Richtung Südwesten, gesteuert von Tamy und Mark. Nico versorgte derweil die Crew als Freiwache mit Nudeln. Gloria und Ruben steuerten von Delphinen begleitet Nazaré an.Dort angekommen wurden dann die restlichen frischen Zutaten zu einem köstlichen Essen verarbeitet.

Ruben


Dienstag, der 17.07.2018

Wir haben um 10:00 Uhr in Nazaré abgelegt. Bei 5 Windstärken aus Norden sind wir bis mit einer guten Geschwindigkeit von bis zu 8 Knoten unter Steuermann Mark-Philipp recht flott nach Peniche gesegelt. Auf dem Weg dorthin machten wir noch einen Abstecher zu der Inselgruppe Berlengas, circa 6 nm vor Peniche. Wegen zur hoher Wellen konnten wir dort nicht ankern und mussten weiter zum Hafen von Peniche segeln. Um 16:00 Uhr haben wir dort festgemacht. Danach sind wir in der Stadt etwas essen und im Anschluss einkaufen gegangen. Am Abend waren wir noch auf einer Kirmes in einer Art Achterbahn und gingen im Anschluss schlafen.

Mark


Mittwoch, der 18.07.2018

Am heutigen Tag sind wir wieder nach dem Frühstück früh losgesegelt, damit wir unseren Tagesvorsatz von 50 Seemeilen schaffen konnten, denn wir wollten am Abend den Hafen von Cascais erreichen, um nicht wieder im ‘Naturhafen’ von Ericeira übernachten zu müssen. Anfangs war es noch bewölkt, doch dann kam wieder die Sonne zum Vorschein. Der Wind hatte sich im Laufe des Tages aufgebaut dadurch kamen wir relativ schnell voran. Ebenfalls haben wir uns ein leckeres Mittagessen während der Fahrt gezaubert und waren dadurch alle wieder ein wenig glücklicher. Nachdem wir Abends im Hafen angekommen sind, haben wir erstmal den Strom angeschlossen und unseren Wassertank aufgefüllt. Dann haben wir alles abgewaschen und angefangen unser Abendessen zu kochen. Wir freuen uns schon auf den nächsten Tag.

Gloria


Donnerstag, 19. Juli 2018

Heute haben wir noch einen Hafentag in Cascais gemacht. Das hatte folgenden Grund: Wir wollten Zeugen der TP-52 Weltmeisterschaft werden, die gerade in Cascais ausgetragen wurde. Begeistert begutachteten wir die schnellen Schiffe und Container voll mit Ersatzteilen. Auch wechselten wir das eine oder andere Wort mit der deutschen Crew.
Wir haben den Rest der Zeit genutzt, um durch die Stadt zu laufen und am Strand zu sein.
Dort haben wir uns ein wenig gesonnt und einem Volleyball Spiel zugeschaut.
Später am Abend mussten wir noch einmal einkaufen gehen; für das nächste Frühstück. Zudem bekamen wir für die letzte Etappe besuch von Michaela, einer Mitseglerin des Erwachsenen Törns, welche einigen schon vom Atlantiktörn bekannt war.

Tamy


Freitag 20.7.2018

Das Aufstehen ging etwas mühsam aber, um 11 Uhr sind alle auf den Beinen. Als dann alle mehr oder weniger gefrühstückt hatten ging es um 13:00 Uhr zur Tankstelle, um vollzutanken. Beim Auslaufen tauchten dann plötzlich, wie aus dem nichts mehrere schwarze Segel auf und wir nutzten unsere Chance die TP-52 nocheinmal aus der Nähe und in Action zu betrachten. Also segelten wir zu dem Regattafeld, jedoch konnten wir nicht ganz mithalten, kamen aber für das eine oder andere Photo nah genug heran. Als sich das Feld doch etwas nahe in unsere Richtung bewegte drehten wir bei und begaben uns auf direktem Kurs nach Lissabon. Erstmals hatten wir optimale Segelbedingungen, viel Wind, kaum Welle, Geschwindigkeiten über 8,5 Knoten wurden erreicht. Das hat richtig Spaß gemacht. Auf unserem Weg konnten wir schon vom Weiten den Torre de Belém und schließlich auch das Jerónimo Kloster ausmachen. Kurz darauf, fest im Doca de Belém war Aufräumen angesagt. Die Motivation dafür hielt sich in Grenzen, wurde jedoch durch ein von der Bordkasse finanziertes Essen beim Italiener am Abend gesteigert. Die letzte Nacht an Bord verlief sehr ruhig und am nächsten Morgen war für 09.00 Uhr die Abnahme geplant

Ruben


Schlusswort

Nach der Bootsabnahme verabschiedeten wir uns von Erhard, der noch weitere zwei Wochen in Portugal verbringen wird und machten uns nach einem gemeinsamen Frühstück in einem portugiesischen Café auf den Weg zu unserem Hostel. In Lissabon verbrachten wir den Tag mit Sightseeing und dem ein oder anderen Kleidungskauf und spät in der Nacht musste der erste Teil der Crew schon wieder aufbrechen.
Die letzten Zeilen dieses Berichtes schreibe ich nun schon wieder von zuhause aus und blicke auf einen insgesamt gelungenen Törn zurück, der uns alle viele neue Orte kennenlernen und Erfahrungen hat machen lassen. Aber nach zwei Wochen auf See sind wir auch alle wieder froh im schönen Berlin bei unseren Freunden und Familien zu sein; zuhause ist es immer am schönsten! Wir können es kaum erwarten wieder in heimischen Gefilden in ‘See’ zu stechen.
Wenn wir uns etwas für den nächsten Törn wünschen könnten, dann wäre das sicherlich etwas mehr Wind, denn uns hat sich der Atlantik diesesmal eher von seiner ruhigeren Seite gezeigt. Vielen Dank auch noch einmal an den Berliner-Yacht-Club, insbesondere auch Erhard und die Fahrtenabteilung, ohne die ein solches Unterfangen nicht möglich wäre.

Bis zum nächsten Mal

Viktor

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