Das war der Oskar Gleier-Preis

Wind – reichlich Wind!

So kann man wohl die Jubiläumswettfahrt in diesem Jahr gut beschreiben. Zum 20. mal wurde der Oskar Gleier-Preis ausgetragen, nur einmal in den Jahren konnte mangels Wind keine Wertung erfolgen. Aber das war in diesem Jahr kein Thema – eher im Gegenteil, der Wetterbericht sagte für den Samstag Wind aus SW mit Stärke 4 in Böen 5 voraus… OK es wurde am Ende etwas mehr – die Messdaten der Station Wannsee zeigten teilweise über 25 kn!

Von den 41 gemeldeten Schiffen schafften es dann noch immerhin 29 ins Ziel, neben so manchen “Landkäufen” und einigen “Kenterexzessen”, sowie einem Gennacker, der sich “ergeben” musste, waren weiter keine größeren Missgeschicke zu verzeichnen.

Δ T | 1:09:35

First Ship Home war die J/70 GER 803 mit Felix Nickel an der Pinne, die nach 2:32:44 die Ziellinie kreuzte, die Wettfahrtleitung sollte sich dann noch etwas gedulden, bis das letzte Schiff nach 3:42:19 den Oskar Gleier-Preis 2019 beendete.

Als Sieger ging ein traditionell Starkwind erprobtes Desing in die Liste ein, Timm Gleier konnte bereits zum 2. mal mit seinem Folkeboot einen Platz für die Siegerplakette auf dem Obelisk ersegeln, damit ist er, nach seinem Sieg im Drachen aus dem Jahr 2003, neben Jörg Reckheinrich, der zweite der sich bereits dreimal verewigen konnte.

Herzlichen Glückwunsch!

Ergebnis

20. Oskar Gleier-Preis | Langstreckenregatta nach Yardstick

„Das richtige Wetter am richtigen Tag“

ein Kurztelegramm von Gesa Gruber

Regatta am Pfingstsamstag bei anspruchsvollem Seglerwetter.

Nach der Steuermannsbesprechung ließ Wettfahrtleiter Lorenz Buchler 38 sehr unterschiedlich schnelle BYC-Boote (Yardstick zwischen 88 und 114) in Richtung Pfaueninsel starten. Markboot 1 lag vor der Glienicker Brücke, Markboot 2 nahe der Marina lange Werft. Der Wind frischte zunehmend auf ( 5 Bft., in Böen mehr) und zwang manchen Teilnehmer zum Aufgeben (Überläufer an der Winsch, die Kräfte reichten nicht…), eine Jolle kenterte in einer „Hammerböe“ bei verklemmter Fockschot direkt vor dem Ziel …….

First ship home war eine J 70 nach rund zwei-ein-halb Stunden, last ship gut eine Stunde später. 29 Boote erreichten das Ziel. Mancher Segler gestand, dass es ihm „nun aber auch reichte“, es wäre trotzdem ein herrlicher Segeltag gewesen.

Siegerehrung am Pfingstsonntag bei Sommer-Party-Wetter ohne Wind!

Nach launiger Ansprache übergab der Preis-Stifter, Timm Gleier an den Wettfahrtleiter. Dieser berichtete kurzweilig über Bemerkenswertes, gab Informationen und Einzelheiten zur Wettfahrt bekannt, ehe er die Ergebnisliste „zelebrierte“.

Den Herpolsheimer-Preis, 7. Platz, gewann Paul Stübecke mit seiner 22 Schäre BOHEME. Die ersten sechs Platzierten erhielten Präsentkörbe. Alle Teilnehmer wurden mit einer Erinnerungsgabe – einem roten wasserdichten Sack mit Club-Emblem – bedacht.

Gewinner des 20. Oskar Gleier-Preises sind der Stifter und Enkel Oskar Gleiers, Timm Gleier und seine Frau Inge, mit dem Folkeboot OTTO, genannt nach dem erfolgreich Segel-Vater – Otto Gleier. Sie gewannen diesen Preis zum dritten Mal.

Anschließend gab es für alle eine deftige Brotzeit. Schattige Plätze auf der ehemaligen Rentnerwiese luden zum gemütlichen Klönschnack ein.

Der 20. Oskar Gleier-Preis war wieder eine gelungene sportlich-gesellige Clubveranstaltung für alle daheim gebliebenen, für Gelegenheitssegler und diejenigen, die nicht in Kiel oder sonstwo hochkarätige Regatten segeln. Möge er zukünftig hoffentlich noch viele Male stattfinden!

OGP 3
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