Sieben BYC Optis in Warnemünde
Vom April bis zum 02. Mai 2026 fand in Warnemünde die Ausscheidungsregatta für die Europa- und Weltmeisterschaft im Optimisten statt. Neben 5 Startplätzen für die WM in Marokko wurden auch 7 Startplätze für die EM in der Polen vergeben.
Teilnahmeberechtigt sind die besten 80 Seglerinnen und Segler der deutschen EM-/WMA Rangliste. Der Berliner Yacht-Club e.V. war mit insgesamt 7 Seglerinnen und Seglern vor Ort – nämlich mit Leo Mügge, Philipp Kuring, Ole Wiegmann, Lilli Mügge, Mika Mie Behrendt, Amadou Ba und Aaron Lange. Einfach Klasse!
Nach 10 Wettfahrten hat sich Leo Mügge mit einer soliden Serie den 3. Platz hinter Henry-Alexander Hübener (SGaM)und Jonny Seekamp (WVH) ersegelt und hat sich somit für die Weltmeisterschaft in Tanger/Marokko qualifiziert. Wir gratulieren!
Wie die WM-/EMA aus Leo’s Sicht lief und welche Motivationstipps Leo so hat, lest ihr in seinem Bericht….
Viel Freude beim Lesen!
Spaß haben und niemals aufgeben…
Im Opti-A Jahr lief es bei mir seit letztem Sommer ziemlich gut. Ich konnte bei großen Regatten wie zum Beispiel beim WIRO Intercup, beim Goldenen Opti, beim Schweriner Herbstpokal und auch bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft gute Platzierungen einfahren. Vor diesem Hintergrund war es schon mein Traum, mich bei der diesjährigen WM-/EM Ausscheidung für die Weltmeisterschaft in Tanger/Marokko oder die Europameisterschaft in Gydinia/Polen zu qualifizieren, aber wir sind ehrlich…das ist der Traum von allen 80 Seglern, die dort an den Start gehen.
Im Vorfeld zur WM-/EMA haben alle Berliner Segler schon gemeinsam in Warnemünde vor Ort trainiert. Das war super, weil wir uns untereinander richtig gut verstehen und das auch hilft, dass man relativ entspannt und mit guter Stimmung in eine Regatta reingeht.
Am Dienstag (28.04.) mussten wir uns im Regattabüro anmelden und mit unserem Boot durch die Vermessung gehen. Ich war gar nicht aufgeregt, weil ich meinen Laufzettel in Ruhe mit meinen Eltern vorbereitet hatte und mein neuer Winner Team Opti natürlich tipp topp in Schuss war.
Am nächsten Tag war dann schon der 1. Wettfahrttag. Nach einer kurzen Steuerleutebesprechung, gab es erst noch einmal eine kurze Startverschiebung an Land, weil die Wettfahrtleitung noch auf die Sea Breeze warten wollte. Die drei Wettfahrten mit leichtem Seewind waren genau nach meinem Geschmack…Mit einem 17., einem 3. und einem weiteren 3. Platz war der Einstieg in die WM-/EM-A schon einmal ganz gut gelungen.
Am 2. Wettfahrttag herrschte wieder wenig Wind. Am Ende des Tages hatte ich noch drei Wettfahrten unter den TOP 10 im Kasten. Das war ein gutes Gefühl zur Halbzeit. Am Freitag war Mal nichts…die Ostsee war spiegelglatt. Nachmittags gingen wir mit allen Berlinern an den Strand und machten einen Sandburgenwettbewerb. Unsere Sandburg war zwar kein Meisterwerk, aber wir hatten eine Menge Spaß.
Am Samstag, unserem letzten Wettfahrttag, waren vier Wettfahrten angesetzt. Es war ablandiger Wind angesagt und es wurde nach Drehern gesegelt…das erste Rennen lief super – ein 7.Platz, aber dann stieg doch irgendwie die Nervosität. Der Start war unterirdisch und ich war zwischenzeitlich 40ter. Aber anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, erinnerte ich mich an mein Motto für diese WM/EM-A: „Spaß haben und niemals aufgeben!“ Ich schaffte es noch auf den 19. vorzusegeln. Dann war der Knoten geplatzt und ich segelte völlig frei im Kopf die letzten zwei Wettfahrten bei dieser WM-/EMA und sicherte mir mit einem 7. und einem 3. Platz in der Gesamtwertung einen Platz auf dem Podium und die Qualifikation zur Weltmeisterschaft in Tanger/Marokko.
Ich bin einfach nur glücklich, auch wenn ich es irgendwie immer noch nicht ganz glauben kann.
Abschließend sage ich DANKE an den Berliner Yacht-Club e.V. und den Potsdamer Yacht-Club e.V. für die coole Arbeit auf dem Wasser und an Land und der opticlass für ihr Engagement.
Ich sage DANKE an alle meine Segelfreunde und die Trainer. Die Woche mit euch war großartig. Wir hatten Spaß auf dem Wasser und an Land.
Ich sage DANKE an WINNER für meinen tollen Optimisten.
Ich sage DANKE an meine Family und Friends – und ganz besonders meine beiden Schwestern – für die ganze Unterstützung, fürs Mitfiebern und fürs Mitfeiern.
Euer Leo
Ein wichtiger Nachtrag:
Ich sage DANKE an den Berliner Yacht-Club e.V. und die Robert Rothe Stiftung, denn dank eurer großartigen Förderung wird nun mein WM-Traum Wirklichkeit.

