Weltcup Mallorca

55. Princess Sofia Trophy

Der erste Weltcup bzw. Grandslam der Saison 2026 vor Mallorca hatte es in sich. 200 Teilnehmer und ein neues Rennformat machten die Punktabstände enger denn je. Bis zum letzten Rennen hatte ich das Medalrace der besten Zehn noch vor Augen. Ein letzter Top 10 Platz im Goldfleet hätte mir gereicht.

Die Bedingungen waren traumhaft mit konstanten 16 Knoten Seabreeze und Welle. Mir war klar: dies wird ein Geschwindigkeitsrennen und jeder Meter wird zählen. Mit einem Landpeilungsstart schoss ich aus der Mitte heraus und konnte mein Rennen aus der ersten Reihe Heraus gestalten. Meine Beine brannten, als ich das Boot durch die Wellen arbeitete. Mir war bewusst, dass jeder Meter entscheidend sein kann.

Als ein kleinerer Linksdreher kam, kippte ich und das ganze Feld folgte mir. Es war eng, richtig eng. 30 Boote die sich mehr oder weniger gleichauf der Luvtonne annäherten. Um mich von den Anderen freizuhalten und keine Meter zu verlieren, legte ich mich bisschen unter die rechte Layline in den freien Wind.

Das einzige Risiko, ich musste mich mit Steuerbord der Tonne annähern und nach einer Lücke auf der Layline suchen. Doch es war zu Eng. Während das Boot in Lee von mir zwei Meter vor mir noch eine Lücke fand, musste ich in den sauren Apfel beißen und abdrehen. Am Ende war das der Unterschied zwischen Platz 10 und 25 an der Luvtonne und auch im Ziel.

Als erster Internationaler Test auf großer Bühne ist der 16. Platz ein Erfolg für mich. Gleichzeitig weiß ich an was ich arbeiten kann, um mich endlich unter den TOP 10 der Welt zu behaupten.

In drei Wochen geht es zum nächsten Grandslam nach Frankreich.

Euer Justin | ILCA 7