29er in Carnon
In den Osterferien 2026 war ich zusammen mit dem Berliner Yacht Club in Carnon in Südfrankreich beim 29er Eurocup 2026 Carnon. Wir waren insgesamt neun Teams, also 18 Seglerinnen und Segler, plus zwei Trainer. Bei der Regatta selbst sind aber über 120 Teams an den Start gegangen – also schon ein ziemlich großes Event.
Das Team Tin Behrendt/Emil Höpfner waren von uns an erster Stelle im Silberfleet, gefolgt vom Team Laura Marie Peters /Anna Sophie Peters und Bela Beck/Heiko Demandt im Bronzefleet.
Los ging es am Freitag dem 27. März nach der Schule. Wir sind mit zwei Bussen in Berlin gestartet und haben über Nacht einen Zwischenstopp im Süden Deutschlands gemacht. Am nächsten Morgen ging es dann weiter nach Carnon, wo wir gegen 18:00 Uhr angekommen sind. Erstmal hieß es: alles ausladen und in die Unterkunft bringen.
Am nächsten Tag haben wir unsere Boote aufgebaut. Segeln war allerdings nicht drin, weil einfach zu viel Wind war. Auch am Tag danach war es noch ziemlich stürmisch, sodass nur etwa die Hälfte von uns aufs Wasser konnte. Am darauffolgenden Tag wurde dann gewechselt: Die einen sind gesegelt, die anderen haben an den Booten gearbeitet. Erst am vierten Trainingstag konnten wir endlich alle zusammen aufs Wasser.
Zum Glück wurde der Wind zur Regatta hin etwas weniger, sodass dann auch wirklich alle starten konnten. Am Donnerstag ging der Eurocup los. Es wurde in vier Fleets gesegelt. An den ersten beiden Tagen standen die Qualifikationsrennen an – bei ordentlich Wind, aber immerhin konnten alle acht geplanten Rennen durchgezogen werden. Die Finalrennen an den nächsten zwei Tagen waren dann eher bei wenig Wind. Am letzten Tag war es allerdings schwierig, weil der Wind erst spät kam und nicht mehr alle Rennen geschafft wurden.
Ich bin das Ganze zusammen mit Lale Adomeit (PYC) gesegelt. Eigentlich hat sie eine feste Partnerin, aber weil die keine Zeit hatte, bin ich eingesprungen. Am Anfang war es natürlich ungewohnt, mit jemand Neuem zu segeln, aber wir haben uns echt schnell eingespielt und die Kommunikation hat gut funktioniert. Klar, bei Manövern hätte man mit mehr gemeinsamer Zeit noch konstanter werden können, aber insgesamt lief es echt gut.
Der erste Regattatag hat auch direkt gut angefangen – wir hatten ein starkes erstes Rennen. Im zweiten Rennen ist dann leider etwas am Boot kaputt gegangen, was wir auf dem Wasser nicht reparieren konnten. Dadurch mussten wir abbrechen und konnten auch die restlichen drei Rennen des Tages nicht mehr mitsegeln. Zum Glück konnten wir den Schaden an Land beheben und am nächsten Tag wieder an den Start gehen.
Der zweite Tag lief dann nicht ganz so gut und wir waren ein bisschen unzufrieden. Dafür sind die beiden Finaltage richtig gut gelaufen. Wir konnten uns nochmal deutlich nach vorne arbeiten und am Ende sogar den zweiten Platz in der U17 Mixed-Wertung holen.
Insgesamt hat mir die Regatta mega viel Spaß gemacht und ich habe echt viel gelernt. Auch das Trainingslager war cool, auch wenn es schade war, dass wir wegen des starken Winds nicht so viel segeln konnten.
Nach der Siegerehrung, am Sonntag dem 5. April, sind wir gegen 18:00 Uhr wieder losgefahren, haben wieder einen Zwischenstopp über Nacht gemacht und sind dann am nächsten Tag spät abends in Berlin angekommen. Zusammen mit den Eltern und Trainern haben wir mit Taschenlampen in einer sehr guten Teamarbeit noch alle Boote abgeladen.
Alles in allem war das eine richtig gute, aber auch ziemlich anstrengende Woche.
Ich freue mich auf die Saison mit der Berliner 29er Gruppe.
Noam Hentschel, BYC
