SKS Ausbildungstörn | Part 3

Anholt – Warnemünde

Die Ankunft in Anholt wird unsere erste Nachtansteuerung. Unproblematisch für ‚alte Hasen‘ aufregend, wenn es das erste Mal ist, wie bei Ramona.

Für Spannung sorgt unterdessen unser Handstrahler, der nicht nur den Dienst versagt, sondern gleich die Sicherung des gesamten Stromkreises wegbrennt, an dem natürlich auch Tiefenmesser und GPS hängen. Nach kurzer Fahndung hinter dem Panel, können wir erst mal die Sicherung von einem anderen Stromkreis einbauen und sind so wieder ‚save‘.

Freitag um 01:30 Uhr

Wir sind fest und machen nach kurzem Schlaf die Fahrräder klar, um die Insel zu erkunden.
18:00 Uhr des gleichen Tages sind wir schon wieder unter Segel. Nach einer schwierigen Kreuz (der Wohnwagen will einfach keine Höhe fahren…), fallen wir an der Untiefe Anholt Süd ab und legen Kurs Helsingborg an. Und Hoppla – Raumschot kann er.

Bei besten Bedingungen laufen wir 10 in Spitzen über 12 Knoten.

Fußball in Kopenhagen

Morgens um 06:00 Uhr ist unsere zweite Nachtfahrt zu Ende und wir bergen die Segel und fahren in den Hafen von Kopenhagen.
Fest machen wir lieber in Langelinie, da die ganze Fläche gegenüber der Oper Public Viewing Space ist und am Abend Dänemark in Kopenhagen mit dem Spiel gegen Finnland in die EM einsteigt.
Entsprechend ausgelassen und bunt ist die Stimmung in der Stadt. Die Cafés und Geschäfte voll, viele Fans von außerhalb…. Wie allgemein bekannt endete der frohe Abend für die Dänen abrupt noch bevor das Spiel zu Ende war.

Wir haben einen schönen Tag, radeln oder spazieren durch die Stadt und genießen das schöne Wetter und das bunte Treiben.

Auf nach Warnemünde

Sonntag wird ausgeschlafen, dann wollen wir An- und Ablegen üben, bevor wir weiterfahren. Diesen Plan haben wir ohne die Kopenhagenerinnen gemacht. Die Stege sind voll mit Menschen, die sich Sonnen und Chillen. Dass wollen wir mit Hafenmanöver nicht stören.
So sind wir gegen 16:00 Uhr schon wieder unterwegs und nehmen den letzten langen Schlag non-stop nach Warnemünde in Angriff.

Bei 3-4 Bft kommen wir komot voran und erleben einen schönen Sonnenunter- und -aufgang, queren nachts den DW Weg vor der Kadettrinne und sind am andren Tag gegen 14:00 Uhr fest in Warnemünde, wo wir einen Platz im Alten Strom ergattern.

Vorbereitung und Prüfung

Damit ist die Seereise zu Ende und die nächsten Tage widmen wir uns dem Manövertraining, was nicht minder Spaß macht. Am Donnerstag kommen die Prüfer an Bord und wir führen unsere neu erarbeiteten Choreographien vor. Wie immer, wenn die Generalprobe super war, wird die Premiere etwas schwächer. Die Herren vom Prüfungsausschuss MeckPomm sind trotzdem begeistert und es gibt demnächst sechs neue SKS Skipperinnen auf den Weltmeeren.

Mit leichtem Unbehagen verfolgen wir die Nachrichten aus Berlin, wo die lieben Daheimgebliebenen bei respektabler Hitze in der Flaute schmoren. Wollen wir da wirklich wieder hin?

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