Segelbundesliga | 2. Spieltag

28. August | Freitag

Am letzten Freitag war es wieder soweit. Das zweite Event der Segelbundesligasaison 2020 stand an. Ausrichter des gemeinsamen Spieltages der 1. und 2. Bundesliga war der VSaW.

Nachdem für uns am ersten Spieltag ein junges Team angetreten war und erste Erfahrungen in der 1. Segelbundesliga sammeln konnte, gingen wir diesmal wieder mit einer bereits eingespielten Crew an den Start – am Steuer Philipp Bruhns, Gennakertrimm Valentin Gebhardt, Fock Philip Raabe und Taktik Maximilian Nickel.

Durch den verspäteten Saisonstart war es umso wichtiger sich in den verbleibenden Wochen vor dem Event bestmöglich vorzubereiten. Zum Glück konnte wir zwei intensive Trainingswochenenden absolvieren und neben der großen Trainingsgruppe insbesondere durch die Begleitung unserer Trainer Robert Stanjek und Alexander Schlonski profitieren.

Mit einer neuen Startstrategie und hochmotiviert starteten wir am Freitag in die ersten Rennen. Der Wind zeigte sich gleich zu Beginn sehr wechselhaft und böig – typischer Wannseewind halt. Bei durchschnittlichen 3 Bft konnten bis zum Abend 6 Flights gesegelt werden.

Wir mussten schnell feststellen, dass die Stärke unserer Gegner im Vergleich zum Training noch höher lag und man um jeden Zentimeter kämpfen musste. Insbesondere bei den Starts hatten wir Schwierigkeiten uns auf die starken Gegner und die wechselhaften Bedingungen einzustellen. Zum Glück konnten wir uns mit Hilfe von vielen guten Entscheidungen auf dem Kurs im Feld gut behaupten und erreichten die Plätze 3, 2, 1, 3 und 6. Insbesondere die letzte Wettfahrt mit einem 6. Platz war ärgerlich und warf uns im Gesamtergebnis etwas zurück. Da es aber alle Vereine mal erwischte, konnten wir den Tag auf einem 5. Gesamtplatz und nur 2 Punkte hinter dem 2. Platz beenden.

Corona geschuldet wurde auf ein ausschweifendes Abendprogramm verzichtet. Es gab dann aber doch für jeden Segler noch eine Bratwurst mit Kartoffelsalat. Um engeren Kontakt zwischen den Teams zu vermeiden, hatte zuvor jedes Team für das Wochenende einen Tisch zugewiesen bekommen an dem man sich aufhalten sollte. Auch das Shutteln mit den Motorbooten verlief anders als bisher gewohnt. Um die Anzahl der anwesenden Leute zu verringern, gab es keine Motorbootfahrer und die Segler fuhren die Motorboote selber, was gut funktionierte und vielleicht auch in der Zukunft machbar ist.

Phillip

29. August | Sonnabend

Der Samstag zeigte sich nach ursprünglich guter Windvorhersage bereits am Morgen mit deutlich unbeständigerem Wind als der Vortag. Über den ganzen Tag bedeutete dies immer wieder Startverschiebung, Neuausrichtung des Regattakurses sowie Abbrüche von Rennen. Bereits im ersten Rennen mussten wir, nach misslungenem Start, dem Feld lange hinterhersegeln und konnten erst kurz vor dem Ziel noch zwei Gegner einholen.

Im zweiten Rennen zeigten wir uns wieder deutlich souveräner mit einem zweitem Platz bevor wir uns nach einem nachfolgend schwierigem Rennen mit einem 5. Platz begnügen mussten.

Nach Abschluss des zweiten Regatta-Tages lagen wir damit auf einem soliden 5. Platz mit Liga-typischen kurzen Punktabständen nach hinten aber auch nur zwei Punkten Abstand zu einem Podiumsplatz.

Der Abend endete dann mit einem vom VSAW gestelltem kühlen Getränk vom Fass sowie einer Bratwurst unter strenger aber trotzdem entspannter Einhaltung des Hygienekonzeptes.

Philip

30. August | Sonntag

Am Sonntag sah die Vorhersage einen Leichtwindtag vor. Wir fanden uns morgens im VSaW ein und beobachteten die Lage. Trotz prognostizierter 6 Knoten Wind war der See spiegelglatt und dies änderte sich in den ersten Stunden auch nicht. Schließlich um 13:00 Uhr begann ein leichter Nord-Ost-Wind zu wehen und unverzüglich wurden die ersten Startversuche unternommen.

In unserem ersten und gleichzeitig letzten – und deswegen besonders erheblichem – Rennen des Tages, segelten wir gegen den Düsseldorfer Yachtclub (DYC), den Verein Seglerhaus am Wannsee (VSaW), den Münchener Yacht-Club (MYC), den Württembergischen Yacht-Club (WYC) und den Lübecker Yacht-Club (LYC).

Wir starteten mitte-links mit gutem Speed, allerdings leicht verspätet. Wir entschieden uns für die linke Kursseite, da uns der Wind dort frischer erschien. Diese Entscheidung bewahrheitete sich und zu dem stärkeren Wind kam ein Linksdreher, der uns als tendenziell linkes Schiff bevorteilte. Links von uns segelten nur noch der MYC und der DYC, die dementsprechend noch besser positioniert waren. Mit dem Linksdreher wendeten wir praktisch zeitgleich mit dem MYC und dem DYC und befanden uns nun auf einem hohen Bug in Richtung der Luv-Bahnmake. Der Wind wurde links nun deutlich stärker, sodass der MYC und der DYC Geschwindigkeit aufbauen und sich einen Abstand zu uns als Drittplatzierten ersegeln konnten.

Auf der rechten Seite konnten wir allerdings den WYC abstreifen und den VSaW und den LYC in eine sichere Deckung nehmen. Aufgrund des bereits größeren Abstands zu den beiden vor uns Platzierten entschieden wir uns für eine konservative Taktik und versuchten nun die drei Boote hinter uns konsequent zu verteidigen und kein Vorbeikommen zu ermöglichen.

Trotz einiger Angriffsversuche, vor allem des VSaW, konnten wir diese parieren und unseren Abstand sogar noch ein bisschen ausbauen, sodass wir unseren dritten Platz in diesem Rennen sichern konnten.

Insgesamt hat dieses Rennen unsere Wertung an diesem zweiten Spieltag weder verbessert noch verschlechtert.

Auf unserem Heimrevier belegten wir als bestes Berliner Team den 5. Platz. In der Gesamttabelle konnten wir uns damit auf einen 14. Platz retten. Wir bedanken uns beim  VSaW und allen Helfer für die Organisation und Durchführung unter diesen Bedingungen.

Max

Unser herzlicher Dank für das Engagement geht an unsere Unterstützer und Sponsoren vom Audi-Zemtrum Berlin Spandau, Helly Hansen und Fritz-Segel.

Stay tuned!!! In schon 2 Wochen geht es weiter – wieder auf dem Wannsee – dann ist der Potsdamer Yacht-Club der Gastgeber.

Euer Team-Berlin

Philip – Max – Philipp – Valli

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