Princess Sophia Regatta

Bericht aus Palma | ILCA7

Auf Platz 39 beendete ich den ersten World Cup der Saison auf Palma. Mit 193 Teilnehmern war die diesjährige Princess Sophia Regatta zahlreich besetzt. Zufriedenstellend erreichte ich das Goldfleet zum aller ersten Mal bei einem solch hochrangigen Event und konnte ebenfalls meine erste Top5 Platzierung in einen der Finalrennen erzielen.

strategisch schwierig

Gerade die Rennen im Goldfleet waren alles andere als einfach. Das hohe Niveau kombiniert mit teils notwendigen extremen strategischen Entscheidungen machten es für mich schwierig konstante Ergebnisse zu erzielen. Wobei ich viele Kernaspekte der Rennen solide umsetzen konnte, hatte ich viel mit unnötigen und teuren Fehlern zu kämpfen. Kenterungen und unsaubere Tonnenmanöver kosteten mich viele wichtige Punkte. Gleichzeitig schaffte ich es oft einen Vorteil auf den zweiten Kreuzen und Vorwinden zu bekommen und konnte so viele Rennen positiv beenden.

Hoffnung auf Hyeres

Mit ein wenig Glück darf ich Ende April an der Olympic Week in Hyeres (SOF) teilnehmen. Durch die zeitgleich stattfindende Last Chance Regatta, für alle Nationen ohne Olympia Qualifikation, gibt es dieses Jahr begrenzte Startplätze für die SOF. Falls mir die Teilnahme verwehrt bleibt, ist meine internationale Saison dieses Jahr hiermit schon wieder fast vorbei. Sie begann mit der Weltmeisterschaft in Australien im Januar, die für mich ein Wendepunkt in meinen Ansätzen zum Segelsport war. Kurz darauf folgte die Europameisterschaft in Athen, wo ich fast bis zum Schluss Bestleistungen abrufen konnte und nun der World Cup in Palma. Ich habe viel gelernt und mich in kürzester Zeit vor allem mental stark weiterentwickelt. Auch wenn es rückblickend immer Aspekte der Verbesserung gibt, blicke ich voller Vorfreude auf die vor mir liegende Entwicklung und die Herausforderungen, die sie mit sich bringt.

In der kommenden Zeit bis zur nächsten WM in China, Anfang nächsten Jahres, werde ich einen weiteren Schritt in meinem Master Studium schaffen und sportlichen Fokus auf Athletik und Mentales-Training setzen. Regatten wie die Kieler – oder Warnemünder Woche werden nochmal eine gute Gelegenheiten bieten, um eventuell den ein oder anderen nationalen Erfolg einzusegeln.

DANKE!

Vielen Dank für die wirklich starke Unterstützung dieses Jahr von so vielen verschiedenen Leuten! Der Berliner Yacht Club und besonders die Jugendabteilung hat mir durch ihre Unterstützung diesen Winter festen Rückhalt gegeben. Das gleiche gilt für die Robert Rothe Stiftung, die schon seit Jahren ein großer Unterstützer ist. Danke an Element22, die mich für meine Bachelor Arbeit in ihrem Unternehmen aufgenommen haben und mich auf meinem Weg zur Weltmeisterschaft nach Australien und darüber hinaus begleitet haben. Ich bin dankbar und berührt über die Unterstützung, die ich von so vielen erhalte und freue mich euch alle im Team auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2028 zu haben.

Vielen Dank!

Beste Grüße, euer ILCA7 Segler Justin

Fotos: Sailing Energy | https://sailingenergy.photoshelter.com/index