Nachruf

Abschied von Axel Schulz

Ganz oft, wenn man an Sommerabenden auf die Club-Terrasse kam,  war er da: Axel Schulz. Jetzt ist er von uns gegangen. Am 1. März ist Axel in Frankfurt am Main gestorben.

Seine erste Begegnung mit dem BYC geschah beim 100. Geburtstag der „Illusion“. Dieser Siebensegellängenkreuzer von Hans Heckmann war über Jahrzehnte ein fester Bestandteil des BYC gewesen, und so wurde der runde Geburtstag dann auch zünftig begangen. Maria Busch als Steuerfrau segelte die Yacht siegreich über den Havelklassik-Kurs, und am nächsten Tag gab es eine Geschwader-Fahrt zum BYC, wo gefeiert wurde.  Axel kam eher zufällig dazu – und war fortan aus dem Club nicht mehr wegzudenken.

Zwar lag sein gemütliches altes Motorboot namens Dicke auch weiterhin am Liegeplatz bei Potsdam, aber wann immer das Wetter und die Zeit passte, tuckerte Axel damit zum BYC, vertäute die „Dicke“ am Außensteg und ließ es sich auf der Terrasse gut gehen.

Für den Club war das ein Glückfall: Axel war mit seiner „Dicken“ bald als Start- und Zielschiff bei Regatten im Einsatz. Das Motorboot war stabil genug, um auch bei windigen Bedingungen im Einsatz zu sein – und unverwechselbar und für alle Seglerinnen und Segler auf der Bahn gut zu erkennen. Axel hatte Spaß daran, die Wettfahrt-Teams zu unterstützen. Bei ihm an Bord war es immer gemütlich.

Dazu trug auch seine fröhliche, direkte Art bei. Er hatte einen Rundumblick auf das Ganze, dazu eine Berliner Schnauze und er konnte Sätze wie diesen sagen: „Ma ehrlich, der BYC is ja och een Vaein zum Knuddeln!“ So werden wir ihn in Erinnerung behalten. Er wird uns fehlen.