MdM aus Teilnehmersicht

Cosima Schlüter mit Lucas Schlüter und Frederick Eichhorst bei der Meisterschaft der Meister

Ende September erhielt ich eine Einladung zur Regatta „Meisterschaft der Meister“ vom Hamburger Segelclub. Erst war mir nicht ganz klar, was genau das ist.

Bei dieser Regatta treten fast alle Deutschen Meister und Sieger von internationalen Titeln gegeneinander auf der Außenalster an. Ich wurde eingeladen, da ich meine Optikarriere mit dem Sieg der Europameisterschaft 2018  beendet habe. Seit Ende des Sommers steuere ich den 420er und nun galt es, sich für dieses Event sein eigenes Team zusammenzustellen, um dort anzutreten.

zu dritt auf unbekanntem Terrain

Da lag es nah, meinen großen Bruder Lucas Schlüter und Vorschoter Frederick Eichhorst zu fragen – beides erfahrene 470er Segler.

Dies sollte nun unser gemeinsames erstes Event auf einem Schiff werden.

Zu dritt segelten wir auf einer Beneteau First 18, welche mit einer geschrumpften J70 zu vergleichen ist, im Bundesliga Format gegen 31 weitere Teams. Folglich waren pro Rennen 8 Boote am Start und jedes Team kam nach einem Rennen wieder an Land, wo erneut getauscht wurde. So sollte jedes Team mindestens einmal aufeinandergetroffen sein, ohne dass alle gleichzeitig am Start waren. Am Samstag stiegen wir erstmalig auf die für uns unbekannten Boote und hatten knapp15 Minuten Zeit, um alle Aufgaben zu verteilen und uns vertraut zu machen. Ich übernahm das Steuer – zum ersten Mal auf einem Kielboot, Freddie Fock und Gennaker und Lucas Großsegeltrimm und Taktik.

Toller Job | Tolles Team!

Die ersten 2 Rennen brauchten wir, um uns einzuspielen und schlossen sie als 5. und 4. ab. Daraufhin lief es besser, sodass wir unsere Serie mit einem zweiten und 2 ersten Plätzen fortfahren konnten. Leider schlich sich auch nochmal ein 8. Platz ein, welcher eine falsche Schiedsrichterentscheidung als Ursache hatte und uns vom Zweiten zurückfallen lies. Dennoch machten alle einen tollen Job und wir waren ein tolles Team!

Somit kamen wir mit diesen Ergebnissen als 7. ins Halbfinale und sorgten damit für Überraschung.

Das Halbfinale lief anfangs gut, sodass wir kurzzeitig auf Finalkurs lagen, gerieten jedoch auf Vorwind durch Abstimmungsfehler in eine Zweikampfsituation, welche wir verloren. Somit beendeten wir die Regatta auf dem 8. Platz.

Mit diesem Ergebnis sind wir drei sehr glücklich, da die Konkurrenz wirklich stark war und hoffen nächstes Jahr erneut gegen die Besten antreten zu dürfen.

Bei der Siegerehrung brachte es Mona Küppers in ihrer Ansprache auf den Punkt: „Wann passiert es schon mal, dass die Europameisterin im Opti gegen den Weltmeister in der Swan 45 oder der U21-Weltmeister im Laser den deutschen Meister im Conger antritt?“

Eure Cosima

A.d.R. Neben Cosima waren auch Markus und Joshua von Lepel in Hambung am Start. Sie erhielten die Einladung für ihren Deutschen Meistertitel im FD.

Ergebnisse