Kieler Woche | Bericht vom J/70 Team

Sonnig und Bunt- ein Farbenspiel  der Gefühle

Mit einem vierten Platz bei einer der schönsten Mittwochsregatten in diesem Jahr begann und endete unsere kurze aber intensive Trainingsphase für die fünfte Kieler Woche in der J70. Es sollte für uns die erste gemeinsame Regatta in diesem Jahr werden und damit gleich der Höhepunkt.

Hingegen unsere bisherig gemachten Erfahrungen, bei denen es mindestens einmal dazu kam, dass unser Zelt unterspült wurde,  kamen wir am Mittwochabend bei 23 °C und Sonne in Kiel an. Und so sollte es auch bleiben. Karibik im wahren Norden!

Geheime Polituren!

Nachdem unser Teammitglied Moritz  im ersten Teil der KIWO schon erfolgreich auf den Offshore-Bahnen unterwegs war, hatte er anschließend das Boot schon aufgeriggt und mit Geheimpolituren als auch mit Liebe und Streicheleinheiten, in einen optimalen Zustand gebracht.

So waren wir gut vorbereitet und konnten Schilksee am Abend genießen bevor es am nächsten Tag losgehen sollte. Mit 28°C und 20 Knoten Wind begrüßte uns die Außenbahn „Delta“, neben Kiel Leuchtturm. Durch Starkwind Erfahrung aus den voran gegangen Jahren konnten wir unsere Bestleistung zeigen, welche uns zwei 2.Plätze einbrachte.  BLAUES TRIKOT!

Der zweite Regattatag war dann mal wieder, wie so häufig in dem schönsten Sport der Welt, mit Warten verbunden. Gegen Abend wurden wir dann schließlich doch noch aufs Wasser geschickt. Zuerst noch Flaute, bedingt durch die thermische Aufhebung des Gradient Windes, brüteten wir gemeinsam mit den anderen beiden  Bootsklassen (J80/J24) in der knallenden Sonne weiter. Bei tieferstehender Sonne kam dann doch noch ein spätes  Abendrennen zustande. Anschließend kochten wir noch in gemütlicher Runde mit dem Junioren Team des BYC in unserem Appartement Pasta. Ach mit einem 3. Platz rutschten wir erst mal auf die Bronzetreppe ab. ROSA TRIKOT!!!

Motivation durch Rasmus

Rasmus verwöhnte uns weiter mit traumhaften Temperaturen und Wind, was das Race Committee zu vier Wettfahrten am Samstag motivierte. Bahn Delta schien uns mit ihren recht konstanten Bedienungen zu liegen. Durch die Kooperation mit „Fritz Segel“ haben wir einen guten Speed über die Jahre  erarbeitet, den wir auf den Regattakurs bringen konnten. Mit nur einem Nicht-Podiumsplatz haben wir der Flotte gezeigt, dass mit uns nicht nur zu rechnen ist, sondern wir dieses Jahr zu einem der Favoriten zählen sollten.

 #Pink boys going for Gold – GELBES TRIKOT!!!

Somit gingen wir in den letzten Segeltag mit vier Punkten Vorsprung, was natürlich zu einer gewissen Anspannung führte. Diese ließ dann aber schnell durch ein weiteres Top Ergebnis nach. Das Podium war sicher!

Anscheinend zu entspannt gingen wir an den zweiten Start des Tages. Verpatz, eine Aufholjagt begann. Nach Platz 20 an der ersten Bahnmarke wühlten wir uns weiter nach vorne, bis auf Platz Neun im Ziel.

Matchrace bei 35 kn

Letztes Rennen … hier sollte es sich entscheiden. Wir hatten durch die Platzierung im vorherigen Rennen die Führung leider mit einem Punkt an den erfahrenen Match-Race Segler Carsten Kemmling aus dem NRV abgegeben. Der Wind nahm sehr stark zu und betrug in Spitzen 35 Knoten. Als wir dabei waren die Starlinie von der Leeseite zu untersuchen, kam uns unser engster Konkurrent direkt entgegen und versuchte uns durch sehr gekonnte Manöver  von einem guten Start abzuhalten, da er wusste, dass nur noch wir ihm den Sieg streitig machen konnten.

Nach mehreren Startversuchen, bei denen er es jedes Mal wieder versuchte uns in schlechte Positionen zu bringen, kam es dann endlich zum Start der letzten Wettfahrt. Auch in dieser wurden wir vom Ersten zu Entscheidungen gezwungen, die für uns nicht förderlich waren. Wir mussten abdrehen und erreichten die erste Bahnmarke als eines der letzten Boote. Wenngleich viele der Teams schon wegen des stürmisches Wetters aufgegeben hatten. Mit bisher nicht erreichten Geschwindigkeiten glitschten wir an dem ein oder anderen umgekippten Boot vorbei. Am Ende brachte der Kampf gegen Wind, Welle und Gegner einen siebten Platz ein.

Dies sollte leider nicht zum ersehnten Sieg reichen, was die Freude über das tolle Ergebnis jedoch nicht trübte. Mit einer Siegerehrung auf der große Tribüne vor viel Publikum endet die Kieler Woche 2019 auf dem Podiumsplatz 2.

Ein Großer Dank geht an Jens Kuphal, der uns ein weiteres Mal sein Boot zur Verfügung gestellt hat!

Team Mezzoforte

Philipp Bruhns | Valentin Gebhardt | Max Wohlfeil | Moritz Bruhns

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