Inklusive Regatta beim SailGP in Sassnitz

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Norwegen siegt nach 32 Wettfahrten

Drei Tage inklusives Segeln · 15 Crews aus vier Nationen · Berliner Yacht-Club als Mitausrichter

Sassnitz, 21. August 2026 · Von Anja Kamradt

32 Wettfahrten, 15 internationale Crews und drei Tage Segelsport auf Augenhöhe: Mit dem Kettler Cup ist am Donnerstagabend die inklusive Regatta im Stadthafen Sassnitz zu Ende gegangen. Den Gesamtsieg sicherte sich das SALTO SAILING Team Norway vor dem Bat Sailing Team. Rang drei belegte das BYC Inklusions Team des Bayerischen Yacht-Clubs.

Vom 18. bis 20. August gingen Teams aus Belgien, Deutschland, Norwegen und Tschechien an den Start. Jede Crew war inklusiv besetzt: Menschen mit und ohne Behinderung segelten gemeinsam, nach denselben Regeln und im direkten sportlichen Wettbewerb. Ausgetragen wurden die Rennen auf acht barrierefreien Booten der Klasse RS Venture Connect.

BYC-Team mittendrin

Als Mitausrichter war auch der Berliner Yacht-Club an Land und auf dem Wasser im Einsatz. Mit Verlässlichkeit, Teamgeist und einer guten Portion Leidenschaft unterstützte unser vierköpfiges Helferteam das inklusive Segeln und machte es sichtbar.

Heidrun, Mathilda, Christoph, Tilo und Anja packten dort an, wo sie gebraucht wurden: am Wechselsteg, auf dem Sicherungs- und Mediaboot sowie im Regattabegleitboot für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer.

Gemeinsam mit dem Verein Seglerhaus am Wannsee, dem Yachtclub Möhnesee und dem Verein Inklusives Segeln für Alle e. V. begleitete der Berliner Yacht-Club die Regatta über alle drei Veranstaltungstage.

Siegerehrung in der Team Base

Die Siegerehrung fand in der Team Base des Germany SailGP Teams statt. Für ihr besonderes Engagement zugunsten des inklusiven Segelsports wurden vier Unterstützende ausgezeichnet:

  • Tim Krieglstein, CEO des Germany SailGP Teams
  • Anne van der Wereld, Teammanagerin des Germany SailGP Teams
  • Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport des Landes Mecklenburg-Vorpommern
  • Thomas Riedel, Gesellschafter und Gründer des Germany SailGP Teams

Sie bauen Barrieren ab, geben dem inklusiven Segeln eine starke Bühne und haben entscheidend dazu beigetragen, die Regatta in das Rennwochenende des SailGP zu integrieren. Als Initiatorinnen, Initiatoren und langjährige Unterstützende tragen sie das Format bis heute mit.

„Segeln ist ein Sport, der Hürden abbaut und Menschen zusammenbringt – unabhängig von Alter, Geschlecht oder körperlichen Voraussetzungen. Für das Germany SailGP Team ist die erneute Partnerschaft mit der inklusiven Regatta im Rahmen des Heinz Kettler Deutschland Cups eine absolute Herzensangelegenheit. Was der Verein „Wir sind Wir“ hier auf die Beine stellt, zeigt eindrucksvoll, wie Segeln auf Augenhöhe funktioniert. Wir sind stolz darauf, diesen Weg als Partner zu begleiten und den Sport gemeinsam noch zugänglicher und inklusiver zu machen.“

Tim Krieglstein, CEO des Germany SailGP Teams

Eine Regatta dieser Größenordnung gelingt nur gemeinsam. Dass vier Vereine ihre Erfahrung, ihre Teams und ihre Zeit einbringen, damit Menschen mit und ohne Behinderung zusammen an den Start gehen können, ist mehr als starke Organisation: Es ist der Kern dieser Veranstaltung.

Gemeinsam segeln. Fair kämpfen. Barrieren überwinden.

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