29er WM Gdynia | Teamberichte

Elisa Gröner und Carolina Bergmann

Nach der Verletzung von Carolina (Fußbruch) stiegen wir am Ende Mai wieder langsam in das Training in Kiel ein. Ein Wochenende später sind wir bereits die Young Europeans Sailing (YES)  mitgesegelt, bei der wir uns als Team wieder eingespielt haben. Zwei Wochen später waren wir bei der Kieler Woche mit unserem nagelneuen 29er bei der Kieler Woche am Start.

Bei überwiegend starkem Wind entwickelten wir neue Techniken für Leestarts und Tonnenrundungen. Trotz der nicht ganz erwünschten Platzierung hatten wir viel Spaß und sammelten neue Erfahrungen für die Saisonhöhepunkte. Nach dem letzten Wettfahrttag ging es direkt weiter nach Warnemünde, um weiter zu trainieren. Bei den extremen Bedingungen (große und hohe Welle, sehr viel Wind) konnten wir an unserer Fahrttechnik und dem Trimm arbeiten.

Ende Juli war es dann auch soweit! Die Weltmeisterschaft in Gdynia (Polen) lag vor der Tür. Die vier Trainingstage mit verschiedenen Bedingungen nutzten wir, um unseren Speed und Trimm (vor allem Großsegeleinstellungen) zu perfektionieren. Trainingswettfahrten mit anderen Trainingsgruppen und Startübungen waren ebenfalls wichtige Inhalte zur Vorbereitung.

Nun war es an der Zeit unsere Trainingsinhalte auch umzusetzen. Dabei liefen die Starts in den ersten drei Qualifying-Tagen sehr gut. Das Training hatte sich gelohnt. Unglücklicherweise löste sich trotz vorheriger Kontrolle das Trapez vom Schekel am Mast, so dass wir das erste Rennen direkt verlassen mussten. Der Streicher war somit unser DNF.

Durch die schwierigen Bedingungen der darauffolgenden Tage und die starke international Konkurrenz schafften wir es nur ins Bronze Fleet. Dort arbeiteten wir uns in den drei Final-Tagen peu-a-peu nach oben und beendeten die Regatta als 23. Boot im Bronze Fleet (14. Deutsches Team). Wir sind sehr stolz auf unser Bootshandling, da wir seit der Kieler Woche enorme Fortschritte machen konnten. Durch die Zeit bei der WM ist uns aber auch klar geworden, dass wir viele Wasserstunden durch unsere Verletzung aufholen müssen. Deswegen freuen wir uns auf unseren zweiten Saisonhöhepunkt die Europameisterschaft am Gardasee in Italien. Außerdem freuen wir uns auf unsere internationalen Freunde (Franzosen, Brasilianer, Briten, Spanier), die wir dort wiedertreffen werden.

Bei der Afterparty nach dem letzten Wettfahrttag bei der WM haben wir die gute Stimmung mit unseren Freunden ausklingen lassen. Wir sind sehr dankbar ein Teil von dieser WM gewesen zu sein.

Vielen Dank an den Berliner Yacht-Club für die besondere Förderung durch das neue Boot!

Sonnige Grüße von Elisa und Carolina GER 2940

Moritz Tomann und Jonas von Maydell

Vom 23. Juli bis zum 4. August 2019 hat die 29er-Trainingsgruppe des Berliner Yacht-Clubs an der Weltmeisterschaft in Gdynia, in der Danziger Bucht (Polen- Danziger) teilgenommen. Zur Vorbereitung dieser Regatta, welche für uns den Saisonhöhepunkt darstellte, war ein Trainingslager im selben Segelrevier von unseren Trainern Jonathan Dulon, Thomas Läufer und Laurenz Kahl durchgeführt worden, um uns einzusegeln und an die lokalen Gegebenheiten gewöhnen zu können.

Es zeigte sich hierbei früh, dass diese Trainingstage für alle Teams sinnvoll waren, da sich schon bei leichtem Wind eine relativ hohe und spitze Welle aufbaute und auch der Wind häufig nicht aus einer konstanten Richtung wehte, sondern starke Dreher mit sich brachte. Im Training vor dem Event wurde der Fokus vor allem auf Starttechniken gelegt, wobei sich unsere Trainingsgruppe zwei mal den Bayerischen / Baden-Württembergischen Gruppen anschloss.

Den Layday am Sonntag haben wir am Strand verbracht und konnten somit gut vorbereitet und erholt in die nun sechs Tage dauernde Regatta starten.

Insgesamt starteten 175 Teams aus fast 30 Nationen. Bei guten Segelbedingungen sind wir 3 Tage in vier verschiedenen Fleets für die Qualifikation der Finals angetreten. Die Wettfahrtleitung hat den Kurs fast immer nahezu perfekt gelegt und schon bei kleineren Winddrehern abgebrochen, um möglichst faire Bedingungen zu bieten.

Leider konnten wir uns nicht so gut platzieren wie erhofft. Das beste Team des BYC waren Lukas und Hakon, die nur ganz knapp das Silber-Fleet verpasst haben. Am Ende konnten sie einen hervorragenden vierten Platz im Bronze-Fleet erreichen. Da die ersten fünf Teams pro Fleet eine Medaille bekamen, war es eventuell gar nicht so schlimm. Elisa und Caro belegten Platz 16 im Bronze-Fleet und waren damit das 26. beste Mädchenteam. Jakob und Jakob erreichten in den Finals noch einen 1 und 2 Platz.

Die Sieger dieser Weltmeisterschaft kommen aus Frankreich (männlich) und Schweden (weiblich).

Ergebnisse

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Fotos: Robert Hajduk/Shuttersail.com